Die Antwort auf diese Frage fällt nicht leicht. Anwälte werben mit "Interessengebieten", "Tätigkeitsschwerpunkten" oder "Fachanwaltschaften".

Hand auf`s Herz: Kennen Sie die Unterschiede?

Nun, kurz gesagt:
Interessenschwerpunkte darf jeder Anwalt, vom ersten Tag seiner Tätigkeit an, angeben, ganz gleich, ob er je auf diesen Gebieten gearbeitet hat.

Wer einen Tätigkeitsschwerpunkt (oder mehrere) angibt, muss zumindest zwei Jahre als Anwalt zugelassen sein. Hier können Sie also zumindest von einer gewissen Berufserfahrung ausgehen.

Ein Fachanwalt braucht nicht nur diese Berufserfahrung. Er muss nachweislich eine Vielzahl von Fällen auf seinem Fachgebiet bearbeitet haben und sich zusätzlich einer besonderen Ausbildung unterziehen, an deren Ende eine aus mehreren Teilen bestehende Prüfung steht. Zusätzlich hat ein Fachanwalt jährlich die Teilnahme an einer fachspezifischen Fortbildung nachzuweisen.




Fazit:
Der Hinweis auf Interessen- oder Tätigkeitsschwerpunkte bringt auf der Suche nach dem "richtigen" Anwalt wenig oder nichts.
Selbst wenn Sie für Ihr Problem einen Fachanwalt suchen, haben Sie noch immer die Qual der Wahl.
Wir empfehlen Ihnen, sich in etwa an folgender Checkliste zu orientieren:

- Wird der Anwalt empfohlen?
Oft ist die persönliche Empfehlung eines guten Bekannten der sicherste Weg. Falls Sie niemanden kennen, fragen Sie die örtlich zuständige Anwaltskammer nach Juristen, die sich auf das für Sie wichtige Fachgebiet spezialisiert haben.




- Ist Ihnen der Anwalt sympathisch?
Die Chemie muss stimmen. Je persönlicher Ihr Anliegen, desto wichtiger ist das Einfühlungsvermögen Ihres Anwalts.




- Passt die Kanzlei zu Ihnen und Ihrem Anliegen?
Eine Kanzlei mit dreißig Anwälten, repräsentativen Räumen und zwanzig Parkplätzen vor der Tür garantiert Ihnen in Ihrer Miet- oder Unfallsache noch keine optimale Vertretung. Anwälte sind Generalisten. Im Prinzip müssen sie jedes Rechtsproblem bewältigen können. Dieses umfassende Know How finden Sie eher in kleinen und mittelgroßen Kanzleien. Die Spezialisierung auf ein Fachgebiet ist eigentlich nur in einer Großkanzlei möglich. Dort werden zunehmend aber gerade Fälle mit durchschnittlichen Streitwerten gar nicht oder jedenfalls nicht zu den gesetzlichen Gebühren angenommen. Nicht für jedes Anliegen brauchen Sie einen Spezialisten, der sich womöglich nur auf seinem Fachgebiet auskennt. Eine kleinere Kanzlei wird sich, möglicherweise auch mehr engagieren.

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- Was bringt Ihnen die Beratung?
Sind Sie nach der ersten Beratung wirklich über Ihre Situation im Bilde? Der Anwalt Ihrer Wahl sollte in der Lage sein, auch komplizierte Sachverhalte zu erfassen und seine rechtlichen Folgerungen dem Laien durchschaubar zu machen.
Zu einer ersten Besprechung gehört auch die Beratung über die voraussichtlichen Kosten. Trotzdem sollten Sie den Anwalt bitten, Sie über alles zu informieren, was die ursprünglich veranschlagten Kosten erhöht.


- Rechtsrat per Telefon:
Es stimmt schon. - Internet und E-Commerce wird auch die Welt der Juristen verändern. Schon jetzt drängen erste Anwalt- Hotlines auf den Markt. Wer eine Rechtsfrage hat, kann sich telefonisch beraten lassen.
Allerdings brauchen Sie eine Portion Mut zum Risiko, wenn Sie sich am Ende auf den telefonischen Rat verlassen und danach handeln wollen. Oft ist der Rat des Telefonpartners sein Geld nicht wert.

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