Fußangeln im Kleingedruckten:

Der Versicherer muß nicht leisten:
a) wenn das Fahrzeug zu einem anderen als dem angegebenen Zweck verwendet wird,

b) wenn ein unberechtigter Fahrer das Fahrzeug benutzt,

c) wenn der Fahrer des Kfz auf öffentlichen Plätzen und Straßen nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat,

d) wenn das Fahrzeug zu nicht genehmigten Veranstaltungen benutzt wird, bei denen es auf die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt,

e) wenn der Fahrer infolge Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen.

Bei Verletztung einer dieser Obliegenheiten riskiert der Versicherte, bis zu 5.000,- Euro von seiner eigenen Versicherung in Regreß genommen zu werden.

Also nie das eigene Fahrzeug verleihen, ohne sich vorher die Fahrerlaubnis zeigen zu lassen.

Aber auch beim Verhalten nach einem Versicherungsfall hat das Kleingedruckte seine Tücken:
a) Der Versicherte hat alles zu tun, was zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Schadensminderung beitragen kann.

b) Jeder Versicherungsfall muss innerhalb einer Woche gemeldet werden.

c) Wird ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Versicherten eingeleitet, hat er dies der Versicherung sofort anzuzeigen.

d) Macht ein Geschädigter Ansprüche gegen den Versicherten geltend, muss er diesen Anspruch innerhalb einer Woche der Versicherung melden.

e) Der Versicherte ist nicht berechtigt, den Anspruch ganz oder teilweise anzuerkennen. Das gilt erst recht für die Schuldanerkenntnisse, die oft unter Schock am Unfallort unterschrieben werden.

Wer gegen eine nach dem Versicherungsfall beachtliche Obliegenheit verstößt, ist bei den Regulierungskosten mit bis zu 2.500 EUR dabei!


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